Kleine Projekte und rein technische Migrationen

Für SAP-Profis enden die Boomjahre keineswegs

9. September 2026 // 3 min Lesezeit

Die Migration auf S/4HANA ist in der SAP-Welt nach wie vor eines der dominierenden Themen. Erst rund die Hälfte aller deutschen SAP-Kunden hat diese Migration bereits abgeschlossen. Die Nachfrage nach Dienstleistungen rund um die Systemumstellung ist in den Systemhäusern aktuell hoch.

Dennoch warnt der Marktforscher PAC auf Linkedin, dass die „SAP-Boomjahre zu Ende gehen“ Wie das? „Das Problem ist nicht, dass die Nachfrage plötzlich verschwindet“, argumentiert PAC. „Das Problem ist, dass sich die Nachfrage beziehungsweise der Scope der Projekte verändert. Viele, vor allem großen Enterprise-Kunden haben ihre Migrationsprogramme abgeschlossen oder verbindlich eingeplant. Projekte in mittelständischen und kleineren Unternehmen bedeuten; deutlich kleinere Budgets, Fokus auf Software as a Service-Deployments und damit stärker standardisierte Ansätze.“

Die Warnung von PAC zielt auf SAP-Systemhäuser, die ihren Personalbestand möglicherweise reduzieren müssen, wenn die Zahl der S/4-Migrationen zurückgeht oder die dazugehörigen Projekte kleiner werden.  Für die SAP-Spezialisten sieht die Rechnung völlig anders aus: Haben sie sich bei Migrationen ihre Systemkenntnisse vertieft und erweitert, sind sie später überaus gefragt, wenn die Unternehmen auf S/4HANA ihre Geschäftsprozesse optimieren wollen und müssen.

Minimal-Migration verschiebt Innovationen

Mit dem Verweis auf Projekte mit kleineren Budgets hat PAC durchaus Recht. Aktuell machen viele Unternehmen nämlich aus Kostengründen bei der Migration nur das Mindeste. Sie bilden dabei in S/4HANA große Teile des alten Systems ab. Sie schaffen damit die technische Basis für künftige Innovationen. Das Optimieren der Prozesse allerdings – also genau das, wodurch sich die Migration in die neue SAP-Welt rechnet - verschieben sie in die Zukunft.

Das heißt keineswegs, dass der Bedarf an SAP-Spezialisten schrumpft. Ganz im Gegenteil: Macht ein Unternehmen heute eine rein technische Migration, sind später Anpassungen unverzichtbar, wenn die Fachabteilungen mit S/4HANA Geschäftsprozesse verschlanken will, um sich Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten. In Summe ist das mehr Arbeit, als wenn man die Prozesse gleich bei der Migration optimiert.

Der Mangel an Fachkräften verstärkt sich

Noch mehr Arbeit bekommen SAP-Spezialisten, wenn sich Unternehmen dem Thema Künstliche Intelligenz zuwenden. SAP integriert diese Technologie nach und nach in ihre Module und präsentiert den Kunden die Vision des autonomen Unternehmens. Auch wenn viele Unternehmen beim Einsatz Künstlicher Intelligenz bislang zögern, dürfte sich mittelfristig kaum ein Betrieb den Verzicht auf diese Form der Automatisierung leisten können

Der Markt für SAP-Profis wird angesichts der mittelfristig bevorstehenden Prozessinnovationen in Unternehmen noch enger als bisher. Auf dem Arbeitsmarkt sind erfahrene Fachkräfte nach wie vor nur sehr schwer zu bekommen. SAP-Profis mit ausgewiesener Erfahrung sind daher in einer fantastischen Position. Sie können sich den Arbeitgeber aussuchen, der am besten zu ihnen passt.

duerenhoff besorgt SAP-Profis die besten Stellen

Die auf SAP spezialisierte Personalberatung duerenhoff ist für SAP-Profis eine exzellente Anlaufstelle. Die dortigen Vermittlungsexperten stehen nicht nur mit 3500 Unternehmen in Kontakt, sondern auch mit zahlreichen SAP-Fachkräften, die über Erfahrungen mit Künstlicher Intelligenz und mit Digitalisierungsprojekten verfügen. Für wechselwillige Kandidatinnen und Kandidaten erleichtert die duerenhoff Plattform SAP Job-Matching die Stellensuche deutlich. Interessenten können dort ihr Profil einstellen und in wenigen Minuten den Arbeitsmarkt sondieren. Der Vorteil dabei: da eine Beraterin oder ein Berater von duerenhoff ihnen die am besten passende Stelle empfiehlt, entfällt das aufwändige Klicken durch die Stellenprofile. Die Unternehmen wiederum bekommen die nötigen Spezialisten schneller. Jürgen Frisch

 

Foto von Campaign Creators auf Unsplash

Tags:

Fachkräftemangel SAP-Arbeitsmarkt Personalberatung SAP S/4HANA


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